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Erzählung ſeiner jugendlichen Abenteuer ſo unterhaltend wie belehrend zu leiten wußte.
Nur Cäcilie hing das Köpfchen. Sie wußte ſich in ihren lieben Freund heute gar nicht zu finden. Wohl verſtand ihn ihr Herz, denn ihrem ſcharfen Auge entging nicht, wie geſpannt er ſie betrachtete, wenn einmal eine Pauſe in der Unterhaltung eintrat. Aber wie konnte er ſo freudig ſein und faſt ausgelaſſen, und wie ſo jugendlich unbeſonnen dem Becher zuſprechen, was er lange nicht gethan, da ihm dergleichen nie bekam? Liebte er ſie denn gar nicht mehr? Und ſie hatte doch ihr ein⸗ fachſtes Kleid gewählt, ſich gar nicht mit Prätioſen oder anderm Schmuck herausgeputzt, ſo reichlich ſie durch des Majors Güte damit verſehen war. Sie hing das Mäul⸗ chen, ſprach faſt gar nicht bei Tiſch und ſah ihren Nach⸗ bar ſo wenig an, als es ſich der Schicklichkeit halber nur thun ließ. Dagegen ſtand ſie mehre Male vom Seſſel auf, und hatte immer Anordnungen zwiſchen der Dienerſchaft zu treffen, und weilte dann immer einen Augenbliick neben Herrn Richard, fragte über ſeine Schul⸗ ter traulich nach Dieſem und Jenem, und ob ſie es recht gemacht, und lobte ihn, wie er heute ſo hübſch ſei und faßte ſogar einmal ohne Scheu ſeine harte Hand und drückte ſie vor aller Augen an ihre Lippen und gegen ihren klopfenden Buſen.—
Mir iſt wie einem Zwanziger zu Muthe, flüſterte Hochhorſt dem Rittmeiſter zu, und als ſtände ich wie damals mit einem verlorenen Piquet zwiſchen einer brüllenden Horde Sanscülottes. Und wenn es nun ein bloßer vorübergehender Augenreiz geweſen? Wenn ſie mich dennoch treu und einzig liebte?—


