Teil eines Werkes 
2 (1859) Armand
Entstehung
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— Ich, wenn Sie erlauben! Oder ſehe ich Ihnen nicht danach aus, daß ich mir dieſe Kühnheit erlauben dürfte?

— Sie ſehen aus wie ein Narr! antwortete der Secundant.

Eugen war ein wenig eitel, wie alle Poeten. Da er auf dieſe Bemerkung weder in Proſa noch in Verſen eine paſſende Antwort fand, nahm er die beiden zurück⸗ gewieſenen Säbel vom Boden und warf den einen davon ſeinem Gegner vor die Füße. Dieſer, ein grober und maſſiver Weinträger, nahm den Säbel, legte die Spitze deſſelben auf den Nagel des linken Daumen, und ſchwang und balancirte den Säbel, als wollte er ſeine Verachtung für ein ſolches Spielzeug von Waffe bezeugen. Endlich indeß machte er Ernſt und ging auf den Poeten los.

Inzwiſchen wechſelten der weiße Bär und ſein einſtiger Schüler derbe Schläge, denn der dicke Palaſch war in der Hand des Erſteren leicht und in der des Andren nicht ſchwer. Simon ließ es weder an Terzen noch an Quarten fehlen; Armand hingegen vertheidigte ſich nur, und band ſeine Paraden zuſammen, ſo daß dieſe einen ununterbrochenen Zirkel bildeten, auf deſſen Peripherie der weiße Bär vergeblich hämmerte. Simon