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wenn er nur ein dem ſeinigen entſprechendes Vermögen hinterlaſſen hätte; der unglückliche Bruder hinterließ aber nur ein Kapital, das nicht mehr als 10,000 Franc Rente gab, und eine Tochter, die nicht gut in die Erb⸗ ſchaftsmaſſe aufgenommen werden konnte.
Adelaide Geronniere war vater- und mutterlos, denn die Mutter war bereits vor dem Vater geſtorben. Dies war allerdings ſehr unglücklich für das junge Mädchen, aber deſto glücklicher für uns, denn nach Mo⸗ liere und Beaumarchais wird ein junges Mädchen, wie ſchön ſie auch ſein mag, nie recht intereſſant, wenn ihre Eltern nicht im Himmel ſind und ſie ſich im Hauſe eines ſchwer reichen Vormundes oder Onkels befindet, ganz beſonders, wenn dieſer unverheirathet und kinderlos iſt, wie es der Fall mit Herrn Geronniere war, weil derſelbe nie ein Weib hatte finden können, das ſo reich und ſymmetriſch geweſen wäre, wie er.
Aber in dem Grade, in welchem Adelaide älter ward(denn ſie war erſt zwölf Jahre alt, da der Vater ſtarb) und ſchöner(denn ein Mädchen von zwölf Jah⸗ ren iſt ſelten ſchön), gewann ſie auch immer mehr in des Onkels Gunſt. Da es nun einmal ſo der Welt Lauf, dachte er, daß das wahre Verdienſt, ſelbſt unter⸗ ſtützt von dem ſonſt Alles vermögenden Gelde, nicht durch ſich ſelbſt in dieſer Welt fortkommen kann, ſo
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