II.
Die Strusse Anzou St. Honorẽ.
Die obige Straße iſt eine der am wenigſten belebten — in Paris; ſie enthält ſo wenig Kramläden, daß man kaum glauben könnte, die Leute hier hätten irgend welche materielle Bedürfniſſe. Wirft man einen Blick durch die Pforten der niedrigen Mauern vor den Häu⸗ ſern, ſo entdeckt man große gepflaſterte Höfe und die— ſen entſprechende Paläſte, die, kaum ſichtbar von der
Straße aus, der vornehmen Welt als Reſidenzen dienen.
Dieſe vornehme Welt wohnt nämlich gern in der Nähe der Barrieren und in entlegenen Straßen, denn theils iſt es gut, der Berührung mit dem geräuſch⸗ vollen Leben im Mittelpunkt der Stadt zu entgehen, wenn man ſchlafen will, das Pflaſter mit Stroh zu
bedecken, wenn man ſich kränklich fühlt; theils iſt es bequem, wenn es in den großen Volksquartieren zu kochen beginnt, ſeine ſchweren eiſernen Thüren ſchließen


