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feurig auf Wenonga heftete, lachte er laut und gellend auf, und trat Wenonga einen Schritt näher. „Sieh her!“ ſchrie er laut.„Du haſt deinen Willen! In mir ſiehſt du den Verderber deines Volkes! Ich bin es, mörderi⸗ ſcher Hund, der Unheil über dich und deine Familie gebracht hat!“ Und ehe ſich der betäubte Häuptling von dem Erſtaunen über dieſe überraſchende Entdeckung erholt hatte, ſprang er mit der grimmigen Wildheit eines hungrigen Wolfes auf ihn los, packte mit der einen Hand ſeine Kehle, entriß ihm mit der anderen den ſtählernen Tomahawk, warf den Feind auf den Boden, ohne ihn dem Griffe ſeiner Fauſt entſchlüpfen zu laſſen, und ſchmetterte die glänzende Waffe mit einer ſolchen Kraft und Geſchicklichkeit auf ſein Haupt hernieder, daß Blut und Gehirn aus dem zerſchmetter⸗ ten Schädel herum ſpritzte. Noch einen Hieb und noch einen ver⸗ ſetzte er dem verhaßten Feinde, der ſein Vertrauen getäuſcht und ihn zu einem elenden und unglücklichen Manne gemacht hatte, und Wenonga betrat den Pfad nach dem Lande der Geiſter, auf wel⸗ chen er vor Jahren mit blutiger und unmenſchlicher Grauſamkeit Nathans Weib und ſeine unſchuldigen Kleinen geſandt hatte.
„Stirb, Hund!« ſchrie Nathan.„Endlich, endlich habe ich dich in meiner Gewalt, und nun ſollſt du ſterben!“
Noch einen Hieb verſetzte er dem Feinde, dann trieb er das Tomahawk in ſeine Bruſt, riß das Skalpiermeſſer aus ſeinem Gür⸗ . tel, und trennte mit Einem Schnitte und einem Schwunge den Skalp vom Haupte des Erſchlagenen. Hierauf zog er einen Schnitt in der Form eines Kreuzes über Wenonga's Bruſt, das nie feh⸗ lende Zeichen des gefürchteten Dſhibbenönoſeh, und ſo ſcharf war die Klinge, ſo kräftig die Hand, welche ſie führte, daß Haut und Fleiſch und Knorpel bis auf die Knochen hinunter zerſchnitten wurde. Dann ſprang Nathan auf die Füße, riß das Bündel verdorrter Skalpe, die Locken und das Haar ſeiner eigenen ermordeten Kin⸗ der aus dem Rauchfange, und betrachtete ſie mit einem Strome ₰— gemiſchter Gefühle und Empfindungen. Hierauf ſprang er aus
der Thür der Hütte und entwich aus dem Dorfe, jedoch nicht, ohne in der wahnſinnigen Aufregung des Augenblickes einen wilden gel⸗ lenden Schrei auszuſtoßen, welcher den Triumph lange vergebens geſuchter und endlich befriedigter Rache verkündigte. Dieſer wilde Ruf, in der tiefen und ſchweigenden Ruhe der Nacht ſich erhebend, ſchreckte manchen wachſamen Krieger und manche ängſtliche Mut⸗ ter aus dem Schlafe auf. Aber ſolche Klänge waren in einem
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