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tet, obgleich ein Tropfen brennendes Oel auf ihre entbloͤßten Schultern faͤllt, ſo richtet und vewegt ſich das liſtige Mädchen doch nicht im geringſten, ihr Athem bleibt immer natuͤrlich, und ihr halbgeſchloſſener Mund ſpricht die Un⸗ ſchuld und Unhefangenheit ihres Alters ausz wahrhaftig, ein Engel des Himmels ſchien ihr in dieſem furchtbaren Momente die Kunſt zu lehren, wie ein großer Verbrecher in die von ihm ſelbſt gelegte Schlinge zu locken ſey.
Briſtol kehrt zufrieden und vollkommen betrogen zu der Bande zuruͤck, und verſichert ſeiner Anna, daß er von Polly's ununterbro⸗ chenem Schlafe vollkommen uͤberzeugt, und kein neues Blutvergießen noͤthig ſeyo. RNachdem alſo die Räuber ſich mit Speiſen und Getran⸗ ken guͤtlich gethan, gingen ſie alle zu Bette mit gegenſeitigem Gluͤckwuͤnſchen uͤber die gun⸗ ſtigen Erfolge des Tages, als wäre von einer guten That die Rede geweſen, und Polly dankte Gott fuͤr die unerwartete Befreiung aus dieſer großen Gefahr.
Am folgenden Morgen ſtieg das Mädchen fehr früh auf, ſteckte ganz unbefangen ihe Fruͤhſtuͤck in die Taſche, umarmte die Baſe, beſtellte viele Gruͤße an den noch ſchlafenden Oheim, und ſchien ihren Weg nach dem Weiler zu nehmen, wovon ſie geſtern geſprachen hatte,


