Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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dem Geliebten ein letztes Lebewohl zu ſtammeln, und ihn zur Flucht zu mahnen. Der Vet⸗

zweiflung hingegeben beim Anblick ſeiner ſter⸗ benden Palmira, entſchloß ſich Durvina doch,

der Schande zu entfliehen die ihn erwartete,

und verließ auf den bereitſtehenden Mazlthieren das Theater ſeiner verbrecheriſchen Verwegen⸗ heit. Man erfuhr nachher, daß er ſich nach

Weſtindien eingeſchifft habe, wir wollen ihm

jedoch nicht dahin folgen; da wir uberzeugt ſind, daß die Qualen der Reue und der Ge⸗ wiſſensbiſſe ihn ſtets werden begleitet haben.

Mach dem tragiſchen Tode unſerer Heldin, die, als ein Opfer der Verfuͤhrung, unter ſo ſeltſamen umſtaänden fiel, pflanzte ſich die Sage dieſer Begebenheit in Alt⸗Caſtilien unter dem Titel des Schilderhauſes der Nonne fort, und ich ſelbſt habe zu Salamanca die nähern Umſtände dieſes traurigen Ereigniſſes geſammelt. Der allgemeine Glaube fugt noch hinzu, daß lange nachher noch, am Jahres⸗ tage der Entfuͤhrung, geflugelte Ungehener das Schilderhaus umflattern, und die Luft mit dem Geſchrei erfullen:„Sod dem Meineidig i Die erſchrocknen Schildwachen mußten ihren Poſten dieſen Nachtgeſpenſtern uͤberlaſſen, welche erſt beim Anbruch des Morgens verſchwanden, und einen abſcheulichen Schwefelgeruch in der Luft zuruͤck ließen. Man ſetzt ſogar hinzu,