Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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unſern Helden; ſeine Einbildungskraft ſuchte ſich in unnatuͤrlichen Ausſchweifungen zu uͤber⸗ bieten, und die unvorſichtigen Maͤdchen, welche ſich zur Befriedigung ſeines ſeltſamen Geſchmacks hergaben, mußten in der Folge ihre Liederlich⸗ keit mit dem Leben büßen.

Eben ſo wie andere Menſchen von den melodiſchen Toͤnen eines Inſtruments bezaubert werden, ſo fuͤhlte ſich unſer Luͤſtling nur an den abſtechendſten Uebergaͤngen der Farben lebhaft ergötzt. Das reinſte Weiß, das tiefſte Schwarz waren demnach fuͤr ihn die beiden entgegenge⸗ ſetzten Pole des Vergnuͤgens. Ein vermitteln⸗ der Uebergang, dachte er einſt bei ſich ſelber, fehlt noch in dieſem prächtigen Gemaͤlde, das

iſt ein ſchoͤner Carmin.— So kam das Unge⸗

heuer auf den teufelſchen Gedanken, mit einem moͤrderiſchen Stylett die Ungluͤcklichen zu treffen, welche waͤhrend ſie ſich ſeiner Luſternheit hin⸗ gaben, wohl nicht dachten, daß ſie mit einem Meuchelmörder zu thun hätten.

Seit dieſer Epoche ſank Deſuyten von ei⸗

nem Abgrund des Laſters zum andern; ſeine umarmungen wurden toͤdlich, wie die einer gife tigen Schlange, und um das Blutgeruͤſt zu ver⸗ meiden, verdammte er die Elenden welche er

verfuͤhrt in brennende Lemer ge

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