Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1803)
Entstehung
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ne, worauf die teutſche Litteratur ſtolz ſeyn kann,

verweiſen dort werden ſie Beſchreibungen von dergleichen Ritterſpielen in Menge finden weit intereſſantere Auftritte erwarten unſer. Eberhorſt, der im Herzen dieſe Kampfſpiele verwuͤnſchte, weil er auch nicht einmal den Muth beſaß, mit Waſſer zu ſpielen, erſchien endlich Anſtands halber in den Schranken; ſein Pferd war mit Baͤndern von allerley Farben geziert, und er ſelbſt ſah mehr einem arkadiſchen Schaͤfer, als einem Ritter aͤhnlich kaum hatte er durch die Beruͤhrung eines Wappenſchildes ſeinen Geg⸗ ner heraus gefordert, ſo ſprengte ein unbekannter Ritter mit verſchloſſenem Viſir in die Schranken, und gab ſich Raßdorfen zu erkennen; dieſer er⸗ klaͤrte dffentlich bey ſeiner Ehre, daß Eberhorſt dieſem fremden Ritter, ohne die groͤbſte Beleidi⸗ gung, einen Gang mit ihm zu machen nicht ver⸗ weigern duͤrfe.. Bey dem Ausſpruch der Kampf⸗ richter warf Eberhorſt furchtſam verlegene Blicke auf den ſtattlichen Unbekannten, der ſeinen ſchaͤu⸗ menden Streithengſt mit ſo ungemelner Gewandt⸗ heit und Staͤrke herum tummelte er mußte ſich indeſſen dieſen Ausſpruch gefallen laſſen ſie legten Lanzen an. Der Unbekannte em⸗ pfing mit voller Bruſt den matten Stoß ſeines Gegners, faßte ihn ſchnell bey dem Halskragen, warf ihn in den Sand, ſchwang ſich vom Pferde, und indem er ihm mit der flachen Hand ins Ge⸗ ſicht ſchlug, rief er mit lauter Stimme hier⸗