Adolph. Und nun? 1
von Raßdorf. Daß ich mit inniger Freude dieſe Liebe entſtehen, wachſen, und end⸗ lich in hellen Flammen aufſteigen ſahe!.,(immer
lebhafter) daß ich keine Gelegenheit verſaͤumte,
meinem erhabenen Freund Augnſten ins ſchonſte Licht zu ſtellen— und uun, da ich vor meinen
ihren Adolph unausſprechlich!
Adolph. O Gott! Gott! und nun!
von Raß dorf.(indem er Haͤnd' und Augen gen Himmel erhebt) So ſey der Allmaͤchtige meln Zeuge, daß ich mir dahey der ſaſn Hand⸗ lung meines Lebens bewußt bin.. Muͤßte ich nun nlcht der verworfenſte Menſch auf Erden ſeyn, wenn ich heute mit Grundſaͤtzen prahlen wollte, um ſie Morgen durch Schandthaten und Kupplerkniffe zu verhohnen?..(indem er Adolphs
Hand ergreiſt ernſt und feierlich) Die Sprache die
ich in Anſehung der Fraͤulein von Roſen fuͤhrte, war die eines redlichen Mannes, der ſelbſt Fuͤr⸗ ſtengnade nicht achtet, wenn er die Sache der
Tugend und Unſchuld zu vertheidigen hat—
und nun, mit eben dieſer Wahrheitsliebe, mit
Fürſten trete, und ſage— Aach Auguſte liebt
eben dieſem hohen Gefuͤhl fuͤr Tugend und Recht,
verſpreche ich ihnen, mein Fuͤrſt, bey Gott, und beym einer Ehre, daß bevor der morgende Tag zu
Ende geht— ſie gluͤcklich und ich gerechtfertigt
ſeyn werde!..(mit Junigkeit) o mein Fuͤrſt!
verbannen ſie aus ihrem Herzen dies entehrende
—
—
. ₰
5——


