Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Nach beendetem vollſtändigen Ausverkauf unter dem Fabrikpreiſe wegen Geſchäftsveränderung verkaufte ich meine Maulthiere und ging mit meiner Schweſter nach Chile zurück, da ich einmal hier noch mancherlei Beſitz habe und weil es mir überhaupt auch hier beſſer als drüben gefällt. Geſtern hatte ich das Vergnügen, den Sennor Caſtillo zu finden, der, nachdem er dem Schnee entronnen war, eben im Begriff ſtand, dem Hunger zu erliegen.

Ja, ſagte Caſtillo,der Schnee belagerte uns, und nachdem uns das Thauwetter befreit hatte, war unſer Proviant aufgezehrt, und ohne den Sennor hier wären Benito und ich elend ums Leben gekommen.

Daß man ſich vor und nach dieſer Erzählung Guido Bitterfeld's, denn wir müſſen ihn jetzt wohl auch ſo nennen, mehrfache andere Aufklärungen gab, braucht wohl kaum erwähnt zu werden.

So ſprach man von Agacio's Tode, von Caſtillo's Gefangenſchaft bei Crespo, vom Kummer Kohlweg's über Käthchen's Verſchwinden und von Inez' Rettung durch Scherflein, welchen Caſtillo umarmte und ſeinen lieben Sohn nannte, während Kohlweg und Käthchen Hand in Hand am Feuer ſaßen und ſich allen jenen roſenfarbigen Unſinn zuflüſterten, der unter ſolchen Verhältniſſen zu Markte gebracht wird.