Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Ich befand mich im Hafen von Valparaiſo eben

auf einem Schiffe, begann Zeckel,als ich zu meinem großen Erſtaunen und zu meiner noch größern Freude meine Schweſter auf einem Boot ſich nähern und an Bord kommen ſah. Das Erdbeben hatte auch in der Hafenſtadt ſchlimm gehauſt, ſchreckenerregende Nachrich⸗ ten waren eingelaufen von Santiago und ich war um ſie in der größten Sorge.

Da erſcheint plötzlich das gute Kind geſund und wohlbehalten, ſie erzählt mir in fliegender Eile, wie

unſer Haus in der Hauptſtadt verſchüttet worden, ſie ſpricht

von dem Beginn der Zügelloſigkeit und allgemeinen

Unſicherheit, mehr als von alledem aber ſpricht ſie

von einem gewiſſen Heinrich, dem edelmüthigſten und tapferſten aller Menſchen, der ihr Ehre und Leben gerettet.

Sie hatte mich in einer Schenke aufgeſucht, wo ich zu wohnen pflegte, und als man ihr geſagt hatte, daß ich an Bord gegangen, eilte ſie dorthin, mich aufzu⸗ ſuchen.

Dieſem Heinrich aber jetzt ſchon meinen Dank ab⸗ zuſtatten war unmöglich, und eben ſo war es, trotz

ihrer Thränen, unmöglich, daß Käthchen ihm Nachricht

geben konnte. Das Schiff war im Begriffe auszulaufen, und es