Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator. 23

Hauche angeweht, der auf ihre eignen Aeußerungen nicht ohne Einfluß blieb.

Beſuchen Sie uns bald, bat der Freiherr, als ſie ſich Abends trennten, um die Heimkehr anzutreten.

Die Hand darauf! rief Hugo und bemächtigte ſich Laura's Rechter.

Frau von Arnefeld hatte nur die gewöhnliche Floskel von gütigſt erlauben. Unterwegs war ſie ziemlich einſilbig und überließ ihrer Tochter faſt ganz, ſich mit Frau von Rothkirch zu unterhalten.

Gefallen ſie Dir? fragte ſie zu Hauſe, indem ſie müde und verſtimmt von Laura in ihr Schlafkabinet begleitet wurde.

Dieſe äußerte ſich ſehr zum Lobe.Aber doch ungebildete

Menſchen! war das Endurtheil der Mutter. Laura hatte eigentlich nach dem, was ihre Mutter darunter verſtand, heut keine Forſchungen angeſtellt.

Eine geraume Zeit ließ es die Arnefeld anſtehen, den Be⸗ ſuch bei der Familie, welcher nach dieſer Veranſtaltung erwar⸗ tet wurde, auszuführen.Ich fühle mich durchaus nicht hin gezogen, ſagte ſie, als Laura wiederholt daran erinnerte. Aber endlich mußte ſie ſich doch dazu entſchließen.

Sie fanden Alles anders, als ſie ſich gedacht hatten. Ein ſchlichtes Landhaus mit bürgerlicher Einrichtung hatten ſie nach dem ganzen Eindruck, welchen dieſe einfachen Menſchen auf ſie gemacht, erwartet und ein Prachtgebäude im flo⸗ rentiniſchen Style, ausgeſchmückt mit Kunſtwerken, aber bei allem Reichthum doch mit dem guten Geſchmack, der jede Ueber⸗ ladung vermeidet, that ſich ihnen auf. Der Empfang war herzlich. Sie fanden den Freiherrn im Hofe, wo er, eine