Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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trauens wieder. Gut, wir wollen auch das auf ſich be⸗ ruhen laſſen!

Der Vetter war jedoch zu aufgeregt durch dieſe wahr⸗ haft blendende Perſpective, als daß er ſogleich zu beſchwich⸗ tigen geweſen wäre; er hatte, nach ſeinem Lieblingsaus⸗ drucke, den anmaßlichen Couſin etwas kitzeln wollen und ſchien dabei einen reellen Punkt getroffen zu haben; offen⸗ bar wußte Camillo um Vieles, was ihm, der doch hier an der Quelle geſeſſen hatte, verborgen geblieben war, und wollte jetzt, da Emilio unklugerweiſe ſeine Unkenntniß verrathen hatte, nicht weiter mit der Sprache heraus. Er hätte micht ſagen müſſen, daß ihm der Gedanke neu ſei, er hätte den Eingeweihten ſpielen müſſen; nun war Alles verdorben und er mußte die Verſuche, den Schlauen aus ſeiner Zurückhaltung hervorzulocken, bald aufgeben.

Wiſſen Sie denn das Neueſte vom König Ferdi⸗ nand, unſerem geweſenen Souverän? fragte er, um doch endlich ſeinerſeits wieder feſten Boden zu gewinnen, da ihm bei dem Geſpräche war, als gehe er auf einer Zitter⸗ wieſe.

Camillo wußte hier wirklich nichts und Emilio freute ſich, ihm eine Neuigkeit erzählen zu können.

Denken Sie, er hat ſich ſchon getröſtet über den Verluſt der Königin, ſagte er, ſich die Hände reibend. Er hat ſchon wieder geheirathet. Die Wittwe des