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„Schweig! Du haſt zu gehorchen. Ich erwarte Antwort auf meinen Brief, Du bringſt ſie mir zurück. Iſt es Dir nicht lieb, daß ich Dich ſchicke, Elender, oder haſt Du erbärmlich Deiner Liebe entſagt und fürch⸗ teſt Dich, nicht die Gräfin, ſondern das Mädchen wie⸗ derzuſehen, das Du verlaſſen haſt?“
„Heilige Mutter, gebenedeite!“ rief Marco.„Ich ſie verlaſſen?“
„Man ſagt mir, daß der ſonſt freie Zugang der Villa von der Meerſeite jetzt geſperrt iſt. Bringe mir Nachricht, auf welche Weiſe man außerdem, ohne durch
das große Portal vom Berge her zu gehen, hineinge⸗ langen kann. Du haſt meine Befehle!“ Er winkte ge⸗ bieteriſch und Marco entfernte ſich in äußerſter Nieder⸗ geſchlagenheit.
Die Stunden des Vormittags bis zur Rückkehr ſei⸗ nes Boten wurden Emilio zur Ewigkeit. Endlich erſchien Marco, noch jammervoller, als er ſich entfernt hatte. Er brachte den uneröffneten Brief wieder zurück, keine Ant⸗ wort, keinen Beſcheid über den letzten Auftrag ſeines Herrn, er ſchien vollſtändig den Kopf verloren zu haben. Emilio ſah den armen Burſchen, der zitternd vor ihm ſtand, mit verächtlicher Miene an.„Haſt Du die Gräfin geſehen?“—„Nein.“—„Sie hat Dir den Brief zu⸗ rückgeſchickt und Dir ſagen laſſen, es ſei keine Antwort


