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tauſend Jahren und nach aber tauſend Jahren wie heute! Doch war es immer eine todte Schönheit und ihr Zau⸗ ber wurde gebrochen durch den erſten Laut von Virgi⸗ nia's Stimme.
„Habe ich Ihnen zu viel geſagt, Aleſſandro 2 fragte ſie.
„Worte können das nicht faſſen, nicht ſchildern!“ rief er, ſich zu ihr wendend in jugendfriſcher Begeiſterung, deren er ſich noch vor wenig Monden nicht fähig geglaubt hatte.„Ja, nun verſtehe ich erſt unſere Dichter ganz, nun kann ich begreifen, welche ewige Sehnſucht ſie nach dieſem Paradieſe zieht, welches Gefühl wie Heimweh ſie erfaßt, wenn ſie über den Schnee der Alpen wieder nord⸗ wärts ziehen, wo doch ihre Heimat iſt; ſie haben ein Paradies verloren.“
Ein Diener brachte Erfriſchungen herauf und ſtörte für den Augenblick die Unterhaltung, ſodaß ſie aus die⸗ ſer Exaltation in eine ruhige Tonart geleitet werden konnte, wie es die Dame wünſchte.
„Nur einen grellen Contraſt, der nicht wohlthuend iſt, finde ich in dieſem überirdiſchen Bilde“, ſagte Ale⸗
xander.
„Iſt es der erſte, den Sie in Ifalien finden?“ ent
gegnete ſie lächelnd. „Nicht der erſte, aber der ſtörendſte“, erwiderte er. „Dies dunkle, unheimliche Gemäuer am Meer! Wenn


