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September. Die Glut, welche zur Mittagszeit uner⸗
träglich geweſen, hatte nachgelaſſen; ein leichter Lufthauch wehte vom Meere her, deſſen Spiegel er nicht zum Wellenſchlage zu kräuſeln vermochte, aber die Flut wurde von vielen Barken und Gondeln durchfurcht, welche in allen Richtungen ſich kreuzten, jede mit fröhlichen, feſtlich geputzten Menſchen gefüllt, die ſich in der Abendfriſche in den Oſterien und Schenkhäuſern am Pauſilippo oder auf den vorliegenden Inſeln mit Tanz und Geſang bei gu⸗ tem Wein und Fiſch ergötzen wollten. Auch herrſchaft⸗ liche Gondeln mit vornehmer Geſellſchaft zogen ſtattlich daher, und die alten Marinari und Fiſcher, die am Strande auf Gäſte warteten, machten ihre ſpöttiſchen Be⸗ merkungen darüber, wie ſo gar ſchwerfällig ſie geführt wurden; Livree verdirbt ſelbſt einen Lazzarone! Dort zum Beiſpiel der Ruderer im braunen Rock mit den weißen Umſchlägen, war das nicht der Mas' Antonio von San⸗Cataldo auf Procida, der in ſeinen jüngern Jahren in den calabreſiſchen Bergen unter Trenta Capilli gefochten und dann ſeine goldene Freiheit auf dem Straßenpflaſter und den Kirchentreppen der Stadt in
Ruhe und Behaglichkeit ſüßen Nichtsthuns genoſſen hatte?
Ein ſchallendes Gelächter begrüßte ihn, als er von al⸗ ten Genoſſen erkannt wurde. Hatte der Mas' Antonio endlich, vom Hunger gezähmt, ſich einfangen laſſen und


