Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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nach ihrem Unfall in Koburg, nach ihrer Geſundheit gefragt hatte. Ihr Blick hatte dabei den ſeinigen nicht gemieden, und wie ſie ihr ſchönes dunkles Auge ſo ruhig auf ihn gerichtet, war ihm der Ausdruck deſſelben fromm und ſchuldlos erſchienen. Wahrlich, mit dieſem Mädchen hätte er gern über heilige Dinge geſprochen, gern mit ihm die ſtreitigen Punkte ihres verſchiedenen Bekenntniſſes erörtert, ſie würde ihn ruhig angehört, er ſie preicht überzeugt und gewonnen haben. Das mußte aber einer künftigen Gelegenheit vorbehalten bleiben. Für heute nahm er die Ueber⸗ zeugung mit und ſprach ſie auch gegen ſeinen Wirth, der ihn in das für ihn bereitete Gemach begleitete, entſchieden aus, daß des Mädchens Seele zwar von einem verborgenen Harm, nicht aber von irgend einer Verſchuldung getrübt ſei und ihr körperliches Leiden oder vielmehr Hinſiechen wohl damit in Zuſammen⸗ hang ſtehe, für Beides aber die ſtille Zurückgezogenheit das beſte Heilmittel ſein werde.

Will ihr die kluge Frau, zu der Ihr geſchickt habt, mit einem unſchuldigen Trank als Stärkung zu Hülfe kommen, ſo laßt es geſchehen, ſchloß er ſeine Mei⸗ nungsäußerung.Nur möge Eure Hausfrau darüber wachen, daß keine verbotenen Künſte dabei getrieben werden, die nur zum Schaden an Leib und Seele ge⸗