Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Pergamentblatt, das ihm Günther gereicht hatte; es war mit einigen Zeilen beſchrieben, die er aber nicht leſen konnte, denn ſie waren nicht deutſch; es hätte ihm aber auch in deutſcher Schrift und Sprache Mühe ge⸗ macht.„Werdet Ihr mir für das Wort noch böſe ſein, gnädiger Herr?“ fragte er, während Günther aus einem Beutel Geld nahm.

„Laß den gnädigen Herrn weg!“ erwiderte Günther. „Der bin ich nicht. Hier, nimm das. Geh alſo nach Innsbruck in Tirol und frage nur gleich bei der Wache am Thor oder an der Hofburg nach dem Feld⸗ oberſten Hildebrand von Madruſch oder, wie ſie ihn welſch nennen, Madruzzi. Wirſt Du Dir den Namen merken?“

„Madruzzi!“ wiederholte Gosmar.

„Vielleicht liegt er noch krank an ſeinen ſchweren Wunden, ich glaub's aber nicht, vielleicht iſt er auch gar nicht mehr in Innsbruck, dann aber wende Dich nur flugs an den erſten beſten der Hauptleute, die Du daſelbſt finden wirſt, melde Dich zur Annahme in ein Fähnlein, das ſie werben wollen, und zeige, wem es auch ſei, das Blatt vor. Es wird Dir gute Aufnahme ſichern. Zuerſt aber frage nach Hildebrand Madruzzi.“

Gosmar drückte ihm ſeinen Dank aus. Die alte

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