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Gosmar ſtutzte wohl bei ihrem zornigen Will⸗ kommen, bei dem letzten Worte aber lachte er.„Weiß Sie kein beſſeres Schimpfwort? Worüber iſt Sie denn ſo böſe?“
„Sollen die Leute ſagen, daß meine iche Hütte zu einem Schlupfwinkel für Räuber und Mörder ge⸗ worden iſt?“ rief ſie, von ſeinem Gelächter noch mehr erzürnt.„Warum biſt Du nicht ſtill im Loche ſitzen geblieben, wie ich Dir's geheißen habe? Mußt Du Deine Fuchsſchnauze alle zwei Stunden einmal in den Wind ſtecken? Die Leute haben mich ſchon nach Dir gefragt, in Rudolſtadt wiſſen ſie, daß Du mit bei den Bauern geweſen biſt, und bald werden ſie's auch hier wiſſen. Mache dich fort, ich will Deine Hehlerin nicht ſein.“
„Das hat Ihr wohl auch der Vetter Kandel er⸗ zählt?“ entgegnete Gosmar ungedemüthigt.
„Wenn er mir's erzählt hat, ſo wird er's auch Andern erzählen! Ich will Seine Schande nicht bei mir haben!“
„Braucht's drum wahr zu ſein, wenn's der Vetter Kandel erzählt hat? Sie hat ihn ja ſelbſt einen ver⸗ logenen Menſchen geſcholten! Und wenn's wahr wäre, ſo iſt lange Gras drüber gewachſen. Wer dabei um⸗ gekommen iſt, der hat's weg; die Fürſten und Herren
haben die Menſchen zu Tauſenden am Leben geſtraft 12*


