Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nach hr

nach

309

21

zurück, dann ging er auf ſeinem grünen Pfade weiter und es blieb zweifelhaft, ob er das gaſtfreie Aner⸗ bieten mit ſeiner Antwort angenommen oder abgelehnt habe.

Das iſt ein tüchtiger Geſell, recht, wie ich ſie gern mag! ſagte der Reiter für ſich, indem er ihm wohl⸗ gefällig nachſah.Wie er heißt und was er für ein Landsmann iſt, hätt' ich ihn fragen ſollen. Weit kann er nicht her ſein, denn er ſpricht nicht viel anders wie wir hier zu Lande und ſieht mir auch ſo bekannt aus. Es iſt wohl einer, der in der Fremde Pulver gerochen hat und wieder einmal Thüringer Röſtwürſtel riechen will. Mir ſoll er willkommen ſein dem Valentin iſt's auch ſo ergangen. Damit lenkte der Alte ſeinen Klepper auf den Weg nach Ilm und fing das Liedchen, das er vorher geſungen, bei dem Verſe wieder an, wo er es vorher in der Nähe der Kirche abgebrochen hatte:

Er ſetzt das Gläslein an den Mund, Tummel' dich, tummel' dich, gut's Weinlein!

Mit ſolchen Volksliedern, an denen die Zeit unge⸗ mein reich war, pflegte ſich der alte Herr ſeine Ritte zu verkürzen. Er kannte deren ſo viele, daß er daraus unter guten Freunden beim Geſpräch und Meinungs⸗