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„Fivrina!“ hatte dieſer oft geſagt.„Wie darf ich das geſchehen laſſen!“ „Wie kannſt Du's noch ändern? Darum hab'
ich's ja eben betrieben, ohne Dich zu fragen! Per
Dio santo! Du willſt doch Schloß und Häuſer nicht wieder einreißen laſſen? Ich habe der Armen ſchon die letzte gute Botſchaft aus der Welt, die ſie ſich erbeten hat, nach dem ſchönen Italien geſendet, und wenn Du erſt auf Läßnitz Dein Neſt gebaut, dann zieht der alte Erdmann auch einmal wieder hinaus — Du haſt ganz Recht, ich bin ein Wandervogel.“
Drei Jahre vergingen noch darüber. Als dann mit König Franz von Frankreich der Friede zu Noyon zuſtandekam, konnte Bernhard mit Ehren zur Heimath ziehen, wo ihn das ſchönſte Gluck und eine neue Thätigkeit, nicht minder ehrenvoll als die öffentliche erwartete. Am Tage ſeiner Heimkehr war dann zum erſtenmale wieder unter der Linde zu Läßnitz, welche friſch und grün nach dem Brande längſt wieder ausgeſchlagen war, der Kreis verſam⸗ melt, den wir einſt dort vereinigt gefunden haben. Der Vergangenheit wurde ernſt gedacht, wo die Ge⸗ genwart ſo freundlich war, aber dem Andenken ſelbſt böſer Stunden blieb eine milde Erinnerung geweiht. Wie die Zukunft ſich geſtalten ſollte, war ſchon feſt⸗


