Ermannv aus Deutſchland, der oft bei uns geweſen iſt und mit uns allen gelebt hat, als ſei er von lombardiſchen Eltern geboren. Setzt Euch zu uns, Signor Bernardo, ich hätte Euch rufen laſſen, wenn ich nicht geglaubt hätte, daß Ihr nach der unruhigen Nacht noch ſchliefet. Frau, unſer Gaſt iſt, glaub' ich, noch nüchtern— was ſoll er denken von Deinem Hausweſen, Margherita?“
Frau Margherita entſchuldigte ſich mit dem⸗ ſelben Glauben, daß er noch geſchlummert habe, und ließ ſich von ihm nicht abhalten, ſelbſt für ihn zu ſorgen; ein gemeinſames Frühmahl war hier einge⸗ nommen worden und eben, wie es nach den Tellern und Geſchirren auf der Tafel ſchien, beendigt. Hatte man ihn ganz vergeſſen? Er konnte es nicht dulden, daß er nun hier vor allen allein ſpeiſen ſollte, er ging der Frau vom Hauſe nach und bat ſie mit deutſcher Umſtändlichkeit, ihm das zu erſparen— wolle ſie ihm einen Teller mit Suppe reichen, ſo möge ſie ihm erlauben, draußen zu bleiben, da er überhaupt wohl Familienangelegenheiten, die beſpro⸗ chen würden, ſtöre. Erſt hatte ſie gelacht über ihn, bei den letzten Worten aber verdüſterte ſich ihr Ge⸗ ſicht: er hatte die Wahrheit getroffen.„Euer
Wunſch ſoll geſchehen,“ ſagte ſie, öffnete ihm


