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eben geſtellte überraſchte und verwirrte ihn daher auch keineswegs.
„Herr v. Aubian iſt ſchon ſeit langer Zeit mein Nachbar,“ antwortete er,„und ſtets waren unſere Beziehungen die des Vertrauens, der Herzlichkeit, ich könnte ſelbſt ſagen der Freundſchaft, geweſen. Auf meiner Seite wenigſtens ſind, trotz des ver⸗ goſſenen Blutes, dieſe Gefühle nicht erloſchen; ich merke das an dem tiefen Kummer, der ſeit zwei Monaten über mich gekommen iſt. Es hat dieſes unglückſelige Ereigniß mir mehr noch moraliſch als phyſiſch wehe gethan.“
Die veränderte Stimme des Greiſes und ſeine traurige Phyſiognomie riefen bei der Zuhörerſchaft ein abermaliges Murmeln des Mitleids wach.
„Es iſt Ihnen alſo,“ hob der Präſident wieder an,„lediglich keine Urſache bekannt, welcher das Attentat, deſſen Opfer Sie geworden, zugeſchrieben werden könnte?“
„Die Urſache,“ antwortete Herr Gorſaz mit me⸗ lancholiſcher Stimme,„iſt, nach meiner Anſicht, jene beklagenswerthe und verderbliche Leidenſchaft des Spiels, die ſchon ſo viele, eines beſſeren Schick⸗ ſals würdige junge Leute zu Grunde gerichtet hat. Herr v. Aubian ſpielte viel und unglücklich; meine wohlgemeinten Rathſchläge haben ihn von dem täg⸗ lich tiefer und tiefer werdenden Abgrunde nicht zu⸗ rückzuhalten vermocht. In einem Augenblicke der Verzweiflung wird er an das Geld gedacht haben, das er einige Zeit zuvor mich hatte einnehmen ſehen; warum verlangte es der Unglückliche nicht lieber von mir, anſtatt es auf eine ſo beklagenswerthe Weiſe ſich zuzueignen zu ſuchen?! Hätte er Zu⸗
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