Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Es iſt das Porträt eines ſchnurrbarttragenden jungen Mannes, ſonſt nichts. Zu Paris gibt es wohl an die fünfhundert Verführer unſerer Art, und wir alle gleichen einander. Und wie kann man zudem ein Porträt erkennen, das keine Augen hat? Was mich zum Lachen gebracht hat, iſt der grauſame Gedanke, ſie auszuſtechen. Es iſt das wahrlich für das Original höchſt beruhigend. Er⸗ innert dich dieſer hübſche Einfall nicht an die klei⸗ nen Wachsfiguren, auf welche die Männer der Ligue mit ihren Dolchen hineinzuſtechen pflegten?

Ich ſchwöre, es iſt das deine Stirn und deine Naſe.

Bei Gott! ich wollte, daß das wahr wäre, unterbrach Julius ſeinen Freund lebhaft und ſchielte ihn dabei verſtohlen an;ſchon der Inhalt des Brieftäſchchens genügt, um mich in die ſchöne Un⸗ bekannte verliebt zu machen. Es muß eine bezau⸗ bernde Tigerin ſein. Sehen wir ein Mal: ver⸗ ſuchſt du das Abenteuer, oder verzichteſt du darauf?

Ja ja, aber... antwortete der könig⸗ liche Procurator, den die Paßfälſchung, ſowie die Ausſtechung der Augen des Porträts etwas unſchlüſ⸗ ſig zu machen ſchienen.-

So komm' doch zu einem Entſchluſſe! hob Puyſeul in eindringlichem Tone und mit ſchlauem Lächeln wieder an.Gibſt du die Partie auf, ſo bin ich froh daran.

Nie! davon kann keine Rede ſein. Ich würde mich eines Verraths ſchuldig machen, ich bin der Erſte, antwortete Herr de la Rochette, deſſen Lie⸗