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menheit nicht etwa monoton iſt; wohl iſt ſie immer ſchön, aber ſie iſt es immer in die gleichen Weiſe, und in der Länge.. Ermance hat in ihrem Ge⸗ ſichte des Beweglichen ſo viel! Es hat nie zwei Tage hinter einander denſelben Ausdruck. Wie träumeriſch, wie melancholiſch, ja man könnte ſagen, wie traurig ſieht ſie zum Beiſpiel heute aus! Sie, die in der Regel ſo heiter iſt! Schon ſeit einigen Tagen iſt ſie ſo. Was iſt ihr denn? Sollte ihr etwas fehlen? Oder aber flößt die Ausſicht auf ihre demnächſtige Heirath ihr ſchwarze Gedanken ein? Dieſer alte Caſſander kann Einem wohl ein Alpdrücken verurſachen. Der arme Engel!“
In dieſem Augenblicke begegneten ſeine Augen denen der jungen Wittwe. Es tauſchten die beiden einen langen Blick aus, worauf Ermance den Kopf neigte und wieder in ihre Träumerei verſank; Ran⸗ deuil aber ſetzte ſeine vergleichenden Studien fort und fand jeden Augenblick an den Manieren oder an den Worten ſeines früheren Mols dieſes oder jenes auszuſetzen.
Eine Zeit lang fand Hippolyt, wenn er bei Frau Düpaſtel erſchien, ſtets den Oberſten ſammt ſeiner Tochter. Dieſe Begegnungen, welche zu häufig waren, als daß ſie immer ein Werk des Zufalls hätten ſein können, brachten keineswegs das Reſul⸗ tat hervor, welches Herr Lareynie davon erwartete. Die Vorwürfe, die Abeille ingeheim ihrem Liebha⸗ ber machen zu müſſen glaubte, malten ſich auf ih⸗ rem ſchönen Geſichte nur allzuſtark, und es erhielt daſſelbe dadurch etwas Hochmüthiges, während in ihren Manieren ſich ein abſichtlich widerwärti⸗


