ten Takt blieb er vor dem Piano ſtehen und ſprach, zu Ermance gewandt, im Tone eines Mannes, der einen äußerſten Entſchluß gefaßt:
„Da Sie die Muſik ſo ſehr lieben, ſo werde ich Sie um die Erlaubniß bitten, Ihnen eine junge Muſikerin vorſtellen zu dürfen.“
„Wen?“ ſprach Frau Düpaſtel.
„Meine Tochter, die morgen ihre Penſion ver⸗ läßt,“ antwortete der Greis, ſeine Promenade als⸗
bald wieder fortſetzend.
„Nun, endlich ergibt ſich die Garde,“ ſagte Hip⸗ polht in triumphirender Miene.
Erwance hob die Augen zu dem jungen Manne auf, der ſich zu ihr geneigt hatte, um mit ihr zu ſprechen, und nachdem ſie, ſich zu einem Lächeln zwingend, ihn einen Augenblick angeſchaut, ſtand ſie plötzlich vom Piano auf, nahm neben ihrer Tante Platz, und war während des übrigen Abends was man immer mit ihr ſprechen mochte, ſo einſyl⸗ big wie nur möglich.
Was Rondeuil vorhergeſehen, war pünktlich in Erfüllung gegangen. Gezwungen, kriegeriſchen Mitteln zu entſagen, hatte Herr Lareynie am Ende die abſolute Nothwendigkeit einer Diverſion einge⸗ ſehen, wenn er den Boden zurückerobern wollte, den er mit jedem Tage zu verlieren ſchien. In ſeinen Augen war Hippolyts Benehmen bloß das Reſultat einer Combination zu dem Zweck, ſich an ihm zu rächen; die Veränderung aber im Benehmen der Frau Düpaſtel ſchien darauf hinzudeuten, daß ſie die neuen Huldigungen, deren Gegenſtand ſie war, ernſt nahm. So günſtig nun auch ein Greis
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