256 Die drei Edelſteine
Walter(t herausgetommen). Jetzt gilt es, raſch zu han⸗ deln, ehe die Boote der Rieſen kommen. Schiffshaupt⸗ mann, eilt nach jener Landſpitze und gebt dem Schiffe das verabredete Zeichen, ſich dem Lande zu nähern und ein Boot auszuſetzen.
Hildegard. Geht lieber gleich mit und laßt den Stein im Stiche, es iſt zu gefährlich!
Walter. Niemals! Keine Gefahr ſchreckt mich zurück. Eilt, meine Befehle zu vollziehen!
Hildegard. Im Augenblicke!(Geht nach hinten ab.)
Walter. Ulrich, bewache den Eingang!
Ulrich. Gut!(Zicht eine Piſtole aus dem Gürtel und geht nach dem Thore in der Mauer.)
Walter. Holde Adelgunde! Dein Andenken ſtärke mich!(Nähert ſich vorſichtig dem Obrimos, der auf dem Rücken liegt.) Da hängt der Rubin an einer Kette, aber wie bekomme ich ihn los? GFaßt die Kette an, Obrimos rührt ſich im Schlafe.) Wenn er erwachte, ehe ich den Stein habe? Halt, ſo muß es gehen. (Hebt den Stein auf und zieht die Kette über den Kopf des Rieſen.)
Obrimos(m Schlafe) Au, au, nicht kitzeln!
W alter(reißt zuletzt mit einem Ruck die Kette los).
Obrimos(wendet ſich, fällt von der Bank, erwacht und reibt ſich die Augen). Wie iſt mir denn? Wo bin ich?
Walter(geht leiſe nach hinten).
Obrimos Geht ihn a)m. Alle Wetter, mein Gefangener!
(Springt auf.)
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