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Doctor Wespe.
Eliſabeth. Mein Herr½
Honau. Zürnen Sie mir nicht ob meinem kühnen Geſtändniß, ich muß mich rechtfertigen, daß ich fortfuhr, Sie zu täuſchen, und nur, daß ich Sie liebte, kann meine Falſchheit entſchuldigen. Sie hatten ſicher über dieſen An⸗ trag, den Sie von mir kommend wähnten, ſchon entſchieden,
wie lautete die Entſcheidung?
Eliſabeth. Mein Herr, wie kann ich—?
Honau. Nicht ſo— aus dieſer Verwirrung kann nur Offenheit uns führen. Wie lautete die Entſcheidung?
Eliſabeth. Sie wollen Offenheit— nun denn— ſie lautete Ja.
Honau. Und wird ſie ſich ändern, wenn ich dieſen Antrag zu dem meinigen mache und wenn ich nicht Wespe bin?
Eliſabeth. Meine Neigung gehörte dem Manne und nicht dem Namen.
Honau. Berr von Zündorf, jetzt iſt es an Ihnen. Ein redlicher, unbeſcholtener Mann bittet um Ihrer Tochter Hand—
Zündorf. Herr, Sie gefallen mir wahrhaftig— Sie haben meine Tochter von ihren Grillen bekehrt— hat ſie ja geſagt— nun denn in Gottes Namen!
Honau(reicht ihm die Hand). Sie ſollen es nicht be⸗ reuen. CZieht Eliſabeth an ſich. Eliſabeth, das Wort eines
Mannes gilt für die Cwigkeit. Eliſabeth(in ſeinen Armen). Jetzt bin ich emancipirt — von meiner Thorheit.


