Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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Doctor Wespe.

Thekla. Treten Sie doch näher, lieber Herr Doctor.

Eliſabeth(freudig). Das iſt nicht Wespe!

Zündorf. Alle Hagel nein das iſt er auch nicht!

Thekla(ehmerzlich). Sie wären nicht Doctor Wespe Sie hätten mich betrogen?

Zündorf. Das iſt ja Herr Wellſtein, Eliſabeths Bräutigam?

Wel lſt ein(ſtand zögernd hinten, jetzt tritt er vor). Ich ſehe, die Sache kommt zur Entſcheidung. Verzeihen Sie, Fräulein; daß ich Sie täuſchte, bewirkte der Zufall.

Zündorf. Aber, Freundchen unter fremdem Na⸗ men, was ſind das für Streiche?

Wellſtein. Als wir zuſammen beim Doctor Wespe waren, erwartete er Ihre Tochter. Ich wollte ſie unerkannt kennen lernen und mich deshalb für Wespe ausgeben ſtatt Ihrer Tochter kam Fräulein Thekla ſo machte ſi das Mißverſtändniß.

Thekla(ſchmerzlich). Alſo ein Mißverſtändniß?

Zündorf. Ich kann aus der Sache nicht klug werden. Sie haben meine Richte beſucht, haben die falſche Rolle fortgeſpielt

Wellſtein. Ich that vielleicht Unrecht, doch ehe ich mich weiter erkläre, laſſen Sie den Doctor Wespe rufen er iſt ein wackerer Mann, er wird ſagen, was hier zu ſagen iſt.

Zündorf. Ich habe nach ihm geſchickt, er kann aber nicht ſo raſch hier ſein. Nun, habe ich nicht Recht, daß er feſt ſitzt?