Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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Doctor Wespe. 283

Eliſabeth. Mißverſtändniß?

Theudelinde. Ja, liebe NRichte, die lange nicht ſo ausgemacht, als du denkſt.

Zündorf(ſprngt uuf wüthend). Hat der Kerl, der Wespe, wirklich um deine Hand angehalten?

Eliſabeth. Hier iſt ſein Brief.

ndorf(ninmt chnund ergteicht ihn mitden andern). Es iſt dieſelbe Hand, dieſelben Worte ſogar.

Eliſabeth(erſtaunt). Dieſelbe Hand, dieſelben

S

Sache iſt noch

Worte?

Zündorf. Ja, liebes Kind, der Wespe iſt ein Be⸗ trüger oder ein Narr! Er hat auch um Thekla, auch um die Tante angehalten.

Eliſabeth. Wespe?

Zündorf. Ja, Wespe!

Eliſabeth. Er wäre falſch, er wäre treulos!? Wo iſt denn Wahrheit, wenn er lügen kann?

Zündorf. Jetzt reißt mir aber die Geduld. Das Ding wird mir zu toll! Guft) Chriſtoph, Chriſtoph! Wie kann ſich ein ſolcher Versmacher unterſtehen, mein ganzes Haus in Aufruhr zu ſetzen, mich und euch alle zum Beſten

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zu haben.

Eliſabeth(ntſchieden). Die Briefe können nicht von Wespe ſein, wahrſcheinlich hat ſich Jemand einen ſchlechten Scherz erlaubt.

Thekla(lebhaf). Ja, ja, ſo muß es ſein!

Theudelinde. Meine Hoffnung belebt ſich wieder!

Eliſabeth. Wespe kann ſo falſch nicht ſein!

Thekla. Es iſt nicht möglich!