Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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280 Doctor Wespe.

Eine abgeſehen haben! Das muß entſcheiden. Bei wem von euch hat er ſich wirklich erklärt?

Beide. Bei mir!

Zündorf. Wer von euch hat einen wirklichen Hei rathsantrag erhalten?

Zündorf. Das iſt nicht möglich!

Theudelinde. Ich habe es ſchriftlich!

Thekla. Ich auch!(iehen Beide die Briefe hervor und geben ſie an Zündorf.)

Zündorf dieſt. Verſe etwas verrückt, aber es iſt doch ein Heirathsantrag. Unterzeichnet Alfred Wespe. Das iſt richtig. Nun du. Cieſt.) Ein Heirathsantrag in aller Form.

Thekla. Sehen Sie!

Zündorf(ſchrei. Halt! Das iſt nur Alfred unter⸗ zeichnet; iſt das nicht der langweilige Kerl, der Maler?

Theudelinde. So klärt ſich's auf.

Thekla. Wie käme der Menſch dazu, mir einen Hei rathsantrag zu machen, den ich nur zwei Minuten geſehen, mit dem ich kaum zwei Worte geſprochen habe. Nein, Wespe unterzeichnet ſeine Gedichte und Aufſätze immer mit Alfred er hat's auch hier gethan.

Zündorf. Und die Hand iſt dieſelbe daſſelbe Siegel!

Thekla. Und Wespe hat mich beſucht, hat mir ge⸗ ſagt, daß ich ihm nicht gleichgültig wäre, hat mir die über⸗ zeugendſten Beweiſe davon gegeben.