—
— 9—
Dann trat er raſch auf die Leiche zu⸗ legte die linke Hand auf die durchbohrte Bruſt des todten Jünglings, erhob die Rechte zum Schwur, und ſagte dann mit feierlich gemeſſe⸗ nem Tone:„So wahr wir unter dem Her⸗ zen einer und derſelben Mutter ruheten; ſo wahr ich Dich immer als meinen theuren Bru⸗ der liebte, ſo wahr will ich Deinen blutigen Mord an dem gekrönten Verbrecher rächen.— Nicht eher ſoll das Scheermeſſer meinen Bart berühren, als bis ich dieſen Schwur, den ich hier im Angeſichte Gottes ablege, erfuͤllt habe, oder in dem Streben danach untergegangen bin!“
„Recht ſo!“ fiel die Alte ein, als er den Schwur geendet hatte:„befreit die Na⸗ tion von dem Ungeheuer, das den Thron ſchändet, auf dem es ſitzt; und wenn die Ge⸗ bete einer armen alten Frau das Ohr des Ewi⸗ gen zu erreichen vermögen, ſo wird, ſo 5 Euer Vorhaben gelingen.“
„Hat er auch Dich beleidigt, Alte?⸗


