Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

um dieſe Zeit und in dieſem Wetter hervor, daß nur ein verliebtes Abenteuer oder die Ab⸗ ſicht, ein finſteres Verbrechen zu begehen, den nächtlichen Wanderer hieher fuͤhrten. Bald jedoch zeigte es ſich, daß der Unbekannte ſich nicht eines Verbrechens, ſondern der Liebe wegen, dem Ungeſtüm der Witterung ausgeſetzt hatte, denn vor einem niedern, unſcheinbaren Hauſe ſtand er ſtill, pochte mit dem Griffe ſei⸗ nes Schwertes, das er unter dem Mantel ver⸗ borgen hatte, drei Mal leiſe, doch vernehmlich, an den eiſernen Griff des Thürſchloſſes, und flüſterte dazu den Namen: Paola.

Die Liebe des Mädchens, deſſe Namen er mit ſchmeichelnden Lauten nannte, war ent⸗ weder weniger glühend, als die ſeinige, die Sturm und Unwetter getrotzt hatte, oder Paola

. wagte nicht zu hoffen, daß ihr Geliebter bei

ſolcher Witterung ſich einſtellen werde, denn alles blieb ſtill und ſhnm⸗ kein Geräuſch regte ſich in dem Hauſe, ſo angeſtrengt der Pocher auch lauſchte.

2