Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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An Sophie Wieland*).

H

Wenn die Grazien und Pieriden

Deinen PVater, reitzende Sophie,

An dem Schreibepult beſucht, ſo ſchieden Dieſe Gäſte niemahls, ehe ſie

Dich zum Schweſterchen gebildt und viele, Viele ſüße Lieder dich gelehrt,

Die ich unlängſt deinem Saitenſpiele Und den ſchönen Lippen abgehört.

Nimm dafür,(zwar eine kleine Gabe, Doch das größte, was ich biethen kann,) Eines armen Dichters ganze Habe, Ganzen Stolz, ſein Verſebüchlein an. Such' in deinem Bücherſchranke, ſuche Ihm ein Plätzchen; ſieh! es iſt nur klein, Und es wird vor jedem beſſern Buche Sich zu ſchmiegen immer willig ſeyn.

Aber wenn, vielleicht nach wenig Lenzen, Von der Tugend ſelbſt herbey geführt, Edle Liebe dir mit Myrtenkränzen Dieſe ſchwarzen, ſeidnen Locken ziert;

²) Jetzt die Frau meines alten, geliebten Freundes, des Hrn. Profeſſors Reinhold.