„der mit ſie, anger
Sde mir, wie Adelheide*, Spitze Dornen in mein Bett; Geißle, von dem Büßerkleide So ſchon wund, mich zum Skelett.
Aber alle dieſe Schmerzen, Frömmigkeit und Ordonspflicht Bannen doch aus meinem Herzen Selmars Angedenken nicht.
Wenn ich meine Horas bethe, Nenn' ich ſtatt der Heilgen ihn, Wenn ich zum Altare trete. Seh' ich ſtatt des Prieſters ihn.
Wenn ich auf dem Antlitz liege, Hebet er mich tröſtend auf, Knie ich auf der heilgen Stiege**), Kniet er vor mir hinauf.
Selbſt aus blaſſen Leichenſteinen Tönt mir ſeine Stimm' ins Ohr, Zwiſchen modernden Gebeinen Steigt ſein Zauberbild empor.
*) Adelheide, Abtiſſinn, erſt in Villach, dann in Cöln. Sie lebte ſehr ſtrenge, und wirkte Wun⸗ der. Ihre Maulſchellen gaben heiſeren Nonnen die helle Stimme wieder..
**) Die heilige Stiege iſt eine Treppe, in deren
Stufen Reliquien eingegraben ſind, und die man
hinauf kniet.


