Sehnſucht nach dem Geliebten.
Mein Geliebter, bittres Scheiden! Mußte ziehn; ich floh die Stadt, Die für treuer Liebe Leiden
Keine Mitempfinder hat.
Aber ihr, verſchwiegnen Haine, Biethet eure Nacht mir dar,* Daß ich hier auch einſam weine, Wo ich einſt ſo glücklich war.
Hier, wo ich in Wonneſtunden Auf dem blumenreichen Gras, Von des Theuren Arm umwunden Und berauſcht von Küſſen, ſaß:
Wenn er dann mir in die Ohren Gern geglaubte Schmeicheleyn Sanft gefliſtert und geſchworen, Niemahls wandelbar zu ſeyn;
Hatt' ich unter Händedrücken Leiſ' erwiedert ſeinen Schwur, Und der Liebenden Entzücken Feyerteſt du ſelbſt, Natur?
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