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Pauſe. Man ſchaukelte eine Weile im Stillen immer langſamer und leiſer.
„Haſt Du noch keine Antwort von Profeſſor Bred⸗ mann in Upſala erhalten?“ fragte die Frau.„Ich erwarte heute Abend eine mit dem Poſtpaket,“ erwie⸗ derte der Kapitain.
„Glaubſt Du, daß der ſremde Herr ſelbſt gleich damit kommen wird.“
„Das glaub' ich nicht,“ ſagte er.„Ich habe an Bredmann, als meinen Jugendfreund und Landsmann, geſchrieben, da ich ſeine Klugheit und Umſicht kenne: wir ſind beide Nordländer, obwohl ich von der Si⸗ denſjö. Ich glaube nicht, daß er mir einen Infor⸗ mator ſchickt, ohne mir zuerſt zu ſchreiben, und mich unter 3 oder 4 Kandidaten wählen zu laſſen, deren Zeugniß, Alter, Eigenſchaſten und Ausſehen er mir vorher ſchilderte. Gewiß ſucht er mir nur Rordländer aus, was auch die beſten Leute find; und ich nehme darunter den älteſten zu meinem Informator.“
„Das wird gewiß ſehr gut,“ antwortete Frau von Mekeroth.„Matts bedarf in der That Jemand, der ſich ſelbſt beherrſchen kann.“
„Matts, ja! Und Ulla? Ulla gleicht mir auch ſo ziemlich; oder was meinſt Du, Aurorchen?2“ unterbrach ſie der Kapitain mit einem ſelbſt vergnügten und et⸗ was prahleriſchen Blicke, indem er dabei ſeiner Jugend⸗ wildheit gedachte.„Ich war meiner Treu ein unlenk⸗ ſamer Herr, bis zu meinem zehnten Jahr, nachher aber mäßigte ich mich ein wenig.“
„Ulla wird wohl mit der Zeit ein artiges Mäd⸗ chen werden,“ wandte die Frau ein,„obwohl ſie viel⸗ leicht wie ich, ein wenig ſchwer lernen wird.“
„Ei Du haſt nicht ſchwer gelernt, liebe Aurora; das iſt nur Einbildung, pure Modeſtie,“ ſprach der Kapitain mit einer artigen Wendung, die einen Hieb von ehemaliger Courtoiſſie hatte,„Du mit Deinem guten Gedächtniß!“


