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wiſſen Claſſe von Londoner Pflaſtertretern. Er ſtand in hoher Gunſt bei Beau Freke, der ihn ſehr nützlich fand und ihn zu einigen geheimen Dienſten verwendete, welche für Brice's Be⸗ griffe von Anſtand und Moral gerade nicht ſehr ehrenvoll waren. Brice war aber nicht übertrieben gewiſſenhaft. Es war merkwürdig, wie er ſich überhaupt durchſchlug. Er hatte nichts, dies war notoriſch. Dennoch kleidete er ſich gut, ſpeiſte gut, wohnte gut, aber ſtets auf Anderer Unkoſten. Zuweilen be⸗
zahlte der Eine für ihn, zuweilen der Andere. Fortwährend
kleine Summen borgend, bezahlte er dieſe niemals wieder.
Andererſeits mußte man jedoch zugeben, daß Brice Bun⸗ bury eine ganze Schaar gewöhnlicher Schmarotzer und Bei⸗ läufer werth war. Er war ſehr drollig und amüſant, ſam⸗ melte alle möglichen Nachrichten über hübſche Schauſpielerin⸗ nen und hübſche Frauen im Allgemeinen, oder konnte eine Botſchaft oder ein Liebesbriefchen wo es nöthig mit unnach— ahmlicher Gewandtheit oder Frechheit beſtellen.
Brice hatte Gage's Börſe ſchon häufig in Anſpruch ge⸗ nommen und freute ſich über die gutwillige Gemüthsart des jungen Mannes ſo ſehr, daß er beſchloß, ſich ihm ausſchließ⸗ lich zu widmen, das heißt, ſo lange die Börſe des jungen Mannes gut verſehen wäre und zugänglich bliebe.
Maſter Fairlie kannte dieſe Gäſte und ihre Eigenſchaften ſehr wohl und wenn ſein Plan gelungen und ſeine Tochter; mit dem jungen Monthermer verlobt worden wäre, ſo hätkz er ſicherlich alles Mögliche gethan, um dergleichen Leute nicht ins Haus zu laſſen.
So aber war es ihm nicht eb, die Bekanntſchaß von Perſonen zu machen, die, wie er überzeugt war, ihm be ſeinen ferneren Abſichten nützlich ſeyn konnten.
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