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„Jeſus Maria Joſeph, ein Schandarm!“ rief die Mutter.
„Nein, ich bin's, Mutter,“ ſagte Alohs, und nachdem er wegen der niedrigen Thüre den Tſchako abgenommen ging er hinein und reichte der Mutter die Hand.
Bald nach den erſten Begrüßungen äußerte die Mutter ihre Bekümmerniß, daß nichts mehr zu eſſen da ſei, ſie ging aber hinaus in die Küche und ſchlug ihm ein Paar Eier ein. Aloys ſtand bei ihr am Heerde, und nun er⸗ zählte er Alles. Er fragte nach Marannele und warum ſein Bild noch draußen hänge. Die Mutter erwiederte: „Ich bitt' dich, ich bitt' dich, ſchlag' dir das Marannele aus dem Sinn, das iſt ein keinnütziges Ding.“
„Mutter, redet mir nimmer davon, ich weiß, was ich weiß,“ ſagte der Aloys; ſein vom Feuer auf dem Heerde roth überſchienenes Antlitz hatte einen gewaltigen trotzigen Ausdruck. Die Mutter ſchwieg, und in die Stube zurück⸗ gekehrt, ſah ſie mit Herzensfreude, was ihr Aloys für ein prächtiger Burſch geworden war. Jeden Biſſen, den er ſchluckte, ſchmeckte ſie ihm in ihrem leeren Munde nach; den Tſchako aufhebend, jammerte ſie über ſeine grauſame Schwere.
Des andern Morgens ſtand der Aloys früh auf, fum⸗ melte ſeinen Tſchako, putzte das Behäng am Säbel und die Knöpfe, mehr als wenn er zur Ordonnanz gemußt hätte. Als es zum Erſtenmale zur Kirche läutete, ſtand er fir und fertig da, als es zum Zweitenmale zuſammen läutete, ging er das Dorf hinein.
Auf dem Wege hörte er zwei Buben mit einander reden.
„Iſt das nicht der Tolpatſch?“ ſagte der Eine.
„Nein, er iſt's nicht.“
„Ja er iſt's,“ ſagte der Erſte wieder.
Aloys ſchaute die Buben grimmig an, und ſie rannten mit ihren Geſangbüchern davon. Aloys ſchritt, von allen Kirchgängern freundlich begrüßt, der Kirche zu. Er kam vor dem Hauſe Marannele's vorbei, Niemand ſchaute heraus, er ging den Berg hinan, oft zurückſchauend, und trat, als
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