Teil eines Werkes 
5 Bdchn. (1846)
Entstehung
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Schade, daß noch keine ausführliche Biographie über dieſen berühmten Günſtling des Regenten veröffentlicht wurde, welche ein Licht über ſeine geheimen Umtriebe und die große Ungnade, in die er endlich fiel, werfen könnte. Da ſich alſo kein ſolches Buch vorfindet, ſo muß ich mit aller Achtung vor den Ribbingholmſchen Papieren erklären, daß ſie bis auf Weiteres keine höheren hiſtoriſchen Anſprüche machen dürfen, und ich wage, deßhalb die hier geſchilderten Scenen noch von keinem andern Standpunkte aus zu be⸗ trachten als von dem der Poeſie.

Ein ſehr häßlich und ſchlecht geſchriebener Wiſch, auf dem ich ſogleich denJägermeiſtersſiyl des ſogenannten Stafſiö Onkels wieder erkannte, gab mir einige Winke, welche ich Herrn Hugo gerne mittheile, falls ſich etwas daraus machen läßt und eine ſo unklare und dunkle Er⸗ zählung nicht verſchmäht wird. Die Sache ſcheint in großer Eile und in heftiger Gemüthsbewegung zuſammen geſudelt zu ſein. Ich weiß nicht, ob der Onfel ſelbſt beim Er⸗ ſchießen im Solnawalde gegenwärtig war, aber aus meh⸗ reren angeführten Umſtänden ſcheint dies beinahe hervor zu gehen, und es erſcheint auch nicht unglaublich, wenn man ſich ſeiner Liebe für ſein Pflegekind Lazuli erinnert. Er konnte ja in eigenen oder ſeiner Schweſter Geſchäften um dieſe Zeit nach Stockholm gereist ſein. Wenn man annehmen darf, daß er unter der neugierigen Menge zu⸗ gegen war und mitten im Haufen ſtand, ſo könnte von dieſem Geſichtspunkte aus der Inhalt des kleinen Papiers theilweiſe ſich erklären laſſen, und es möchte wohl ein in der darauf folgenden Nacht in Eile geſchriebener Brief an ſeine Schweſter, die Baronin M., ſein. Hie und da ſind die Worte leſerlich, aber dazwiſchen kommen lange Reihen, die ich außer Stands bin heraus zu bringen. Die am wenigſten undeutlichen Fragmente lauten alſo:Was

iſt das? das Viereck ſoll ſtrenge geſchloſſen bleiben! Rief meine Geliebte! erſchoſſen ach!

ach! Verrätherei! Verrätherei! Verrätherei!