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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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in die Hausthuͤr.— Er wollte eben ſich entfernen, als ihm die Dame winkte. Er trat naͤher zu ihr. Sie ſchlug den Schleier zuruͤck, und Ubaldo ſah— Gismonda vor ſich ſtehen.—

Es wurde kein Wort geſprochen.— Die Graͤfin nahm ihn bei der Hand, und fuͤhrte ihn die Treppe hinauf in ihr Zimmer.

Hier fiel ſie ihm ſtuͤrmiſch um den Hals. Sie kuͤßten ſich, und weinten mit einander.

Ubaldo. Gismonda! Du hier?

Gismonda. Ach, mein Ubaldo!

Ubaldo. Sprich, wie entkamſt Du?

Gismonda. Als Manfredo nach Faenza zuruͤckkehrte, ſchenkte mir Iſabella in Caſtrs mit unerwarteter Großmuth die Freiheit. Sie gab mir Geld und Rath, eilig zu fliehen.— Ich fand in Verona meinen Oheim, der nach Frankreich gehen wollte. Er rieth mir, einſtweilen in Ve⸗ nedig einen Zufluchtsort zu ſuchen, und