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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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ubaldo wurde zu dem Fuͤrſten ge⸗ fuhrt, beläͤchelt von den Hofleuten⸗ gefeſ⸗ ſelt von der Wache.— Er blieb mit Manfredo allein.

Manfredo(heftig auf ihn zugehend). Verraͤther!

ubaldo(ruhig). Bin ich das?

Manfredo. Ha Treuloſer! den ich mit Wohlthaten uͤberhäufte, und der mir Alles mit ſchändlichem Undank vergalt!— Aber noch bin ich Herr uͤber Dein Leben, und Du ſollſt mit Deinem Kopfe Deine Verraͤtherei zahlen!

ubaldo(kalt). Welcher Verraͤtherei klagt man mich an? † Manfredo. Ich will Deine Treu⸗ toſigkeit gegen mich in Caſtro vergeſſen. Doch haſt Du außerdem meiner Gemahlin

auch noch Argwohn wegen des Prinzen Rinaldo beigebracht. Dies Geheimniß ſollſt Du nicht verplaudern, und Deiner

Vertraulichkeit mit der rachſuͤchtigen När⸗ rin Gismonda will ich Schranken ſetzen.