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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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ſeinen Herrn vergeſſen; er hat treulos an ihm gehandelt, und fuͤhlt ſelbſt Leiden⸗ ſchaft fuͤr die Braut des Prinzen. Iſabella. Weiß es der Prinz? Ubaldo. Noch nicht.(Sich vergeſ⸗ ſend). Wenn er es aber erfährt,— dann wehe dem Ungluͤcklichen! Er iſt ohne Ret⸗ tung verloren!—— Iſabella(erſchrocken). Mein Gott! wie ſprecht Ihr ſo leidenſchaftlich! ubaldo(ſucht ſich zu faſſen). Ich liebe meinen Freund! Iſabella. Weiß die Braut— ² ubaldo. Noch nichts. I†ſabella. Sie hat Euerm Freunde doch nicht etwa—2 Ubaldo. Sie hat gar nichts gethan, was ihn berechtigen koͤnnte, ſeine Leiden⸗ ſchaft zu naͤhren; und dennoch hegt ſie der Ungluͤckſelige gleich einer Freundin in ſeiner Bruſt. O! ſie iſt eine Natter, die er zu einem toͤdtenden Biſſe in ſeinem Buſen erwaͤrmt.