Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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und die Günſtingi der Königin. 17 langen Weſte, daß ſie, wie damäls Mode war, bis mitten auf die Schenkel herunterging. Wſtatt einer Perrücke trug er ſein natürliches, dunkelbraunes Haar von vorn nach hinten herübergekämmt und mit einer Schleife zuſammengebunden.

Der junge Stallmeiſter war aus einer guten Eſſexiſchen Familie; ſein Vater war Sir Francis Masham von High⸗ Laver, Baronet, und ſeine Mutter eine Tochter von Sir William Scot von Rouen in der Normandie, welcher in Frankreich den Titel eines Marquis de la Mezanſene führte; aber da er ein achter Sohn war, ſo hatte er wenig Aus⸗ ſichten auf Vermögen oder Titel. Er war nicht älter als drei⸗ oder höchſtens vierundzwanzig, aber war ſchon ſeit einiger Zeit bei Hofe, erſt als Page der Königin, da ſie noch Prinzeſſin von Dänemark war, und jetzt als Stallmeiſter und Kammerjunker des Prinzen Georg.

Mit Ihrer Erlanbniß, mein hübſches Mädchen, ſagte er zu Angelika mit einer Stimme, die ſie in Entzücken ver⸗ ſetzte,ich möchte hier durch.

Hierher, Herr Masham, hierher, ſagte Greg zurück⸗ tretend und Platz machend.

Ah! Greg, ver ſetzte Masham,was machen Sie hier?

Ich wollte bloß mit einem Paar Verwandten vom Lande die vornehme Welt zu Hofe fahren ſehen, Sir, ant⸗ wortete Greg.

Meiner Treu, Sie werden keine glänzenderen Augen noch blühendere Wangen finden, als die, welche Sie bei ſich haben, ſagte Masham, indem er Angelika unter das Kinn faßte.Dieſe Lippen ſind wahre Kirſchen, aber ich darf mich nicht von ihnen verführen laſſen, hier länger zu ver⸗ weilen. Ich habe ein Wort mit dem Grafen von Briangon zu ſprechen, ehe ich in dem Palaſt gehe. So ſprechend und mit einem freundlichen Blick auf Angelika drängte er ſich durch den Haufen und trat in das Eckhaus an 2Mall.

Ainsworth, St. James's. I.