Teil eines Werkes 
3. und 4. Bd. (1849)
Entstehung
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Herr,“ fuͤgte er zu Roger Nowell gewendet hinzu,„denn ich habe eine ſchmerzliche Pflicht zu erfullen. Ich weiß nicht, daß ich je mehr erſchuͤttert worden bin, als durch den Tod der armen Marie Baldwyn. Eine ſchoͤne Blume und fruh abgeknickt.“

„Abgeknickt, in der That, wenn Alles, was wir gehoͤrt haben, wahr iſt,“ verſetzte Mowell.„Der Wald iſt im traurigen Zuſtande, ehrwuͤrdiger Herr. Es ſcheint, als ob der Feind des Menſchengeſchlechts vermoͤge ſeiner verworfenen Diener die Erlaubniß haͤtte, eine unbeſchraͤnkte Herrſchaft uͤber denſelben auszuuͤben. Ich kann nicht umhin zu ſagen, daß die troſtloſe Lage der Leute wenig Vertrauen zu Denen erweckt, welche ſie in ihrer Obhut haben. Die Herrſchaft der Finſterniß haͤtte niemals ſo weit um ſich greifen koͤnnen, wenn man ſich ihr gehoͤrig widerſetzt hätte.“

„Ich beklage Euch ſo reden zu hoͤren, mein guter Herr Nowell,“ verſetzte der Pfarrer.„Ich verſichere Euch, ich habe mein Moͤglichſtes gethan, um meine kleine und weitzerſtreute Heerde zuſammen zu halten, um ſie vor den reißenden Woͤlfen und liſtigen Fuͤchſen zu ſchuͤtzen, die das Land heimſuchen, und wenn ſich hin und wie⸗ der ein Schaf verirrt, oder, wie in Marie Baldwyn's Falle, ein armes Lamm als Schlachtopfer gefallen iſt, ſo bin ich ſchwerlich zu tadeln wegen dieſes Ungluͤcks. Erlaubt mir lieber zu ſagen, mein Herr, daß Ihr als ein thaͤtiger und eifriger Richter die Sache hättet uͤber⸗ nehmen und durch ſtrenges Verfahren mit den Uebertre⸗ tern den Fortſchritt des Uebels hemmen ſollen. Keine