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mel, daß ich ihn nicht tödtlich verwundet habe! Nein, ſein Herz ſchlägt noch. Ha! hier iſt ſeine Schreibtafel,“ fügte er hinzu, indem er ein kleines Buch aus ſeiner Taſche zog;„die kann uns vielleicht die gewünſchte Auskunft geben. Ihr habt Recht in Eurer Vermuthung, Doktor. Der Name, der hier ſteht, iſt derſelbe, den die Andern führten— Auriol Darey.“
„Ich ſehe Alles,“ rief Lamb.„Es war eine liebe⸗ volle und löbliche Handlung. Bringt den unglücklichen Jüngling in meine Wohnung, Baldred, und Ihr ſollt gut belohnt werden. Geht raſch zu Werke, ich bitte Euch.“
Als der Thorwächter gehorchen wollte, ſtöhnte der Verwundete tief, als ob er großen Schmerz empfinde.
„Werft mir die Waffe zu, womit Ihr ihn ver⸗ wundet habt,“ rief Doktor Lamb in Tönen des Mitleids; „ich will ſie mit der Salbe der Sympathie beſtreichen.
Seine Schmerzen werden bald aufhören.“
„Ich weiß, daß Eure Gnaden Wunder verrichten können,“ rief Baldred, die Hellebarde auf den Balkon werfend.„Ich will ſo ſanft wie möglich mit ihm um⸗ gehen.“
Als der Alchymiſt die Waffe nahm und durch das Fenſter verſchwand, erhob der Thorwächter den verwundeten Mann bei den Schultern und trug ihn auf einer engen Wendeltreppe zu einem Zimmer hinunter. Obgleich er ſorgfältig zu Werke ging, empfand der Leidende doch heftige Schmerzen, und als Baldred ihn auf eine höl⸗


