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Auge auf Fanisca's Antlitz ruhte, welche eben⸗ falls von der ſchoͤnen Gegend begeiſtert war. Aus des Mädchens blauem Auge blickte des Bewußt⸗ ſeyns und der Herzensreinheit goldner Friede. Wie eine Glorie das Haupt der Heiligen um⸗ glaͤnzt, umwallte der blonden Locken Geringel Hals und Schultern. Noch ſchlug des ſchoͤn⸗ ſten Maͤdchens Herz, als Folge des Schrecks, in ſtärkern Schlaͤgen, und der Wange ſilienweiß ver⸗ wandelte ſich allmaͤhlig ins ſchoͤnſte Roſenroth. Jede ihrer Mienen, jede ihrer Bewegungen, jedes Wort, das ſie ſprach, entwickelte eine neue Schoͤn⸗ heit unausſprechlicher Grazie, und dieſes Engel⸗ geſicht umleuchtete das Licht des ſinkenden Abends. So einſt, ſo hold und ſchoͤn erglaͤnzte der Engel des Friedens der jugendlichen Schoͤpfung, ſo leuchtete um ſein Haupt die Glorie der erſten Abendroͤthe.———
Vergluͤht war die Abendroͤthe; in Nebel gehuͤllt ſtand der graue Donnersberg und ſeine Nachbarn. Jetzt ſtieg der Mond, wie ein Bote des Friedens, uͤber die ſchweigenden Berge, und wandelte friedlich unter den funkeln⸗ den Sternen, den ewigen Zeugen der ſchaffenden Allmacht des Unerforſchlichen, und ſeiner unend⸗ lichen Guͤte. Der Abendſtern ergoß ſein mildes Licht, und mit ihm die Sehnſucht reiner Liebe in das Herz der Guten. In dieſer ſchoͤnen Nacht kamen unſere Reiſenden in Teplitz an.


