„Habe Gott vor Augen und im Herzen, ſo wirſt du in keine Suͤnde willigen!“ Schriebs an Deinem 10. Geburtstage Dein treuſter Freund, Dein Vater Gottfried Heilmann.“ Auf der andern Seite ſtund: Traue, ſchaue! Wem? Deine beſorgte Mutter.
Dieſer Rath begleite mich durchs Leben! rief Julius, und Thraͤnen benetzten das Stammbuch—
Er blaͤttert weiter, ſieht ſeines Oheims Wahl— ſpruch: 1
Bete und arbeite! und auf der Ruͤckſeite deſſelben Blattes: Das Leben iſt reine Harmonie; nur das Laſter eine Diſſonanz.
N. N. Bieger, Muſiklehrer.
Ehrlicher Alter! Nie verſtimme dieſe Harmo⸗
nie ſich in dem Herzen Deines Zöglings! „ebe, wie du wüunſchen wirſt, gelebt zu ha, ben, wenn des Lebens Vorhang fällt! Dein Freund und Jugendlehrer M. Muͤller.“
Liegt nicht alle Moral in dieſen Worten? ſprach der Juͤngling zu ſich ſelbſt, und ſieht nun in Hohlfelds frommen Sittenſpruͤchen:
„Dem Schauſpiel, Freunde, gleicht das Leben; Und ſeine Buͤhne iſt die Welt.


