Mit einer Stimme, der er ſich vergebens bemühte einen Ton der Strenge beizumiſchen, befahl der Obriſt dem Gefangenen, abzutreten.
Die Berathung begann, ſie währte nur wenige Minuten, dann rief man Mengden wieder herein, um ihm ſein urtheil zu verkünden.
„Laut kriegsgerichtlichem Erkenntniß,“ ſprach der Auditeur feierlich,„ſind Sie, Georg Baron von Meng⸗ den, Rittmeiſter im Garde⸗Huſaren⸗Regiment, Adjutant des Kavallerie⸗Korps, Ritter ꝛc., wegen dringlichem Verdacht des Diebſtahls zur Kaſſation, Ausſtoßung aus dem Offizierſtande und Degradation zum Gemeinen ordentlich verurtheilt worden— aus beſonderen Rück— ſichten ſieht ſich außerdem das Kriegsgericht veranlaßt, ein dringliches Gnadengeſuch an Seine Majeſtät dieſem Urtheile beizulegen; bis die Antwort auf dieſes Geſuch eintrifft, werden Sie als Gefangener auf der Citadelle in ſtrengem Gewahrſam gehalten werden...“
Mengden wurde bleich wie die Wand, einen Augen⸗ blick taumelte er, als träfe ihn ein Stoß von unſicht⸗ barer Hand, dann plötzlich richtete er ſich hoch empor.
Er verneigte ſich und ließ ſich ſchweigend dem Offizier übergeben, welcher beſtimmt war, ihn auf die Citadelle zu geleiten— er ging, den Tod im Herzen! Vor der Hauptwache hielt ein geſchloſſener Wagen,
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